
Die Begriffe
AIDS und
HIV werden häufig miteinander verwendet, stehen jedoch für zwei unterschiedliche Stadien einer Erkrankung.
HIV bezeichnet die Infektion mit dem
HI Virus, während
AIDS das fortgeschrittene Krankheitsbild beschreibt, das ohne Behandlung aus einer
HIV-Infektion entstehen kann. Weltweit zählt die HIV-Infektion zu den bedeutendsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. In Ländern wie
Österreich und
Deutschland gibt es zahlreiche Informations- und Beratungsangebote, wie die
AIDS Hilfe, die Aufklärung, Prävention und Unterstützung für Betroffene bieten.
Was ist HIV / AIDS?
Die
HIV-Infektion (Human Immunodeficiency Virus) ist eine durch Viren verursachte Erkrankung, die gezielt das menschliche Immunsystem angreift. Das Virus befällt bestimmte Immunzellen – insbesondere sogenannte CD4-Zellen oder T-Helferzellen – und zerstört sie nach und nach. Dadurch wird die körpereigene Abwehr geschwächt und kann Krankheitserreger nicht mehr wirksam bekämpfen. Eine HIV-Infektion bleibt in vielen Fällen zunächst unbemerkt, verläuft aber unbehandelt fortschreitend und kann langfristig zur Entwicklung der
AIDS Krankheit führen.
AIDS steht für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“ – also ein erworbenes Immunschwächesyndrom. Es beschreibt das letzte Stadium der HIV-Infektion, in dem das Immunsystem so stark geschädigt ist, dass es zu schweren, teils lebensbedrohlichen Infektionen oder Tumorerkrankungen kommt. Solche sogenannten opportunistischen Infektionen nutzen die geschwächte Immunabwehr aus und wären bei gesunden Menschen meist harmlos. Beispiele sind Lungenentzündungen, chronische Durchfälle, Pilzerkrankungen oder bestimmte Krebsarten wie das Kaposi-Sarkom oder Non-Hodgkin-Lymphome.
Das
AIDS Krankheitsbild tritt in der Regel erst viele Jahre nach der Ansteckung mit dem
HI Virus auf – im Durchschnitt nach acht bis zehn Jahren, wenn keine Behandlung erfolgt. Dank moderner Medikamente ist es jedoch heute möglich, HIV-positiv zu leben, ohne je an
AIDS zu erkranken. Voraussetzung dafür ist eine frühzeitige Diagnose durch einen
AIDS Test und eine konsequente Einnahme antiretroviraler Medikamente. In Ländern wie
Österreich und
Deutschland gehört die
AIDS Hilfe zu den zentralen Anlaufstellen für Test, Beratung und Prävention.
Wichtig: Wer regelmäßig ungeschützten Geschlechtsverkehr hat oder anderen Risikogruppen angehört, sollte sich regelmäßig testen lassen. In vielen Fällen kann bereits ein
Schnelltest für Geschlechtskrankheiten oder ein
AIDS Test in der Apotheke erste Hinweise liefern. Nur durch frühzeitige Erkennung und Behandlung lässt sich verhindern, dass aus einer
HIV-Infektion die
AIDS Krankheit wird.
Wie wird HIV übertragen?
Die
HIV-Infektion wird über bestimmte Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Vaginalsekret oder Muttermilch übertragen. Die häufigsten Übertragungswege sind ungeschützter Geschlechtsverkehr, die gemeinsame Nutzung von Spritzen oder Nadeln sowie die Übertragung von der Mutter auf das Kind während der Geburt oder Stillzeit.
AIDS ist nicht durch Alltagskontakte übertragbar, wie etwa Händeschütteln, Umarmungen oder das gemeinsame Benutzen von Geschirr. Dennoch kursieren nach wie vor viele Vorurteile darüber, wie
AIDS übertragbar ist.
Symptome und Krankheitsverlauf
Unmittelbar nach der Infektion kann es zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Nachtschweiß, geschwollenen Lymphknoten oder Abgeschlagenheit kommen. Diese Frühphase wird oft nicht erkannt. Im weiteren Verlauf bleibt HIV häufig über Jahre hinweg symptomlos. Erst bei einem deutlichen Absinken der Helferzellen (CD4-Zellen) und dem Auftreten schwerer Infektionen oder Tumorerkrankungen spricht man vom
AIDS Krankheitsbild. Eine frühzeitige Diagnose ist daher entscheidend, um mit der antiretroviralen Therapie (ART) rechtzeitig beginnen zu können.
Wie kann man HIV nachweisen?
Ein
AIDS Test weist nach, ob eine HIV-Infektion vorliegt. Der klassische Labortest erfolgt über eine Blutprobe und liefert nach wenigen Tagen ein sicheres Ergebnis.
Schnelltests für Geschlechtskrankheiten, darunter auch HIV, sind heute in vielen
Apotheken erhältlich. Diese
AIDS Test Apotheke Kits bieten innerhalb von 15 Minuten ein erstes Ergebnis, sollten aber bei positivem Ergebnis durch einen Labortest bestätigt werden. Auch viele
AIDS Hilfen bieten kostenlose und anonyme Testmöglichkeiten an – in
Österreich und
Deutschland.
Therapie und Vorsorge
Zwar ist
AIDS nicht heilbar, aber die
HIV-Infektion kann heute mit modernen Medikamenten effektiv behandelt werden. Die tägliche Einnahme einer antiretroviralen Therapie ermöglicht es den meisten Betroffenen, ein nahezu normales Leben zu führen. Zudem reduziert eine erfolgreiche Therapie die Viruslast im Körper so stark, dass HIV nicht mehr übertragbar ist (
U=U: Undetectable = Untransmittable). Für Personen mit erhöhtem Risiko gibt es die sogenannte
Präexpositionsprophylaxe (AIDS PrEP), eine vorbeugende Einnahme von HIV-Medikamenten, um eine Ansteckung zu verhindern.
Was ist die Aidsschleife?
Die rote
Aidsschleife ist weltweit das Symbol der Solidarität mit HIV-positiven Menschen und AIDS-Erkrankten. Sie steht für Toleranz, Mitgefühl und die Bekämpfung von Diskriminierung. Besonders am Welt-AIDS-Tag (1. Dezember) wird sie als sichtbares Zeichen gegen Stigmatisierung getragen – sowohl in
Deutschland als auch in
Österreich.
Wo finde ich Hilfe und Unterstützung?
Sowohl in
Österreich als auch in
Deutschland bieten Organisationen wie die
AIDS Hilfe umfassende Beratung, Testangebote und psychosoziale Unterstützung an. Die Angebote richten sich an alle Menschen – unabhängig von Herkunft, sexueller Orientierung oder Lebenssituation. Die
AIDS Hilfe ist eine zentrale Anlaufstelle für Informationen, Prävention und Begleitung im Umgang mit
HIV oder AIDS.