Cannabis
Cannabis ist ein Harz, das in den Blättern und Blüten der weiblichen Pflanze von Cannabis sativa enthalten ist. THC (Tetrahydrocannabinol) ist eine aus dem Harz der Cannabispflanze gewonnene Komponente, die berauschende Wirkungen hervorruft. Neben THC werden auch andere Bestandteile der Cannabispflanze, sogenannte Cannabinoide, wie zum Beispiel Cannabidiol für medizinische Zwecke verwendet.
Synonym von Cannabis: Marihuana, Gras, Mary Jane, Hanf, Haschisch
Was genau ist Cannabis?
THC bindet an spezifische Rezeptoren im menschlichen Körper. Dazu gehören Rezeptoren für Bewegung, Gedächtnis, Zeit und Sinneswahrnehmung. Diese Rezeptoren sind auch für Stimmung, Koordination und Appetit verantwortlich. Die Menge an Veränderungen, die während des Konsums von Marihuana auftreten können, wird als „high werden“ bezeichnet. Die Auswirkungen dieser Situation sind vielfältig und können sowohl positiv als auch negativ sein.
Die Wirkungsdauer beträgt 1 bis 4 Stunden, wenn Sie Marihuana rauchen. Bei oraler Einnahme beträgt die Wirkungsdauer zwischen 4 und 10 Stunden. Das High sein, das sich aus dem Konsum von individuellem Marihuana ergibt hängt von den äußeren Umständen und der individuellen Person ab.
Darüber hinaus hängen die Wirkung und die Wirkungsdauer von der Dosierung, der Häufigkeit der Einnahme und dem Zeitpunkt der Einstellung ab. Dies ist bereits bei legalen Drogen bekannt, die nicht immer die gleiche oder vorhersehbare Wirkung haben.
Manche Leute vertragen Marihuana gut und erleben diese positiven Aspekte
Leichtigkeit, Entspannung, gesteigertes Wohlbefinden, erhöhte Sensibilität, Wahrnehmung von Details, Euphorie und Lachen,Gemeinschaftserfahrung intensiv in Empathie, neuen Ideen und Denkmodellen
Andere reagieren negativ auf den Konsum von Marihuana, dies kann sich durch folgende Effekte äußern:
Schläfrigkeit, Rasendes Herz, Schwindel oder sogar Kreislaufkollaps, Gesteigerter Appetit, Brechreiz, Koordinative und motorische Einschränkungen, "Verwirrung" im Kopf und nicht klar denken können,Panik und Angst, Halluzinationen, Gedächtnislücken, Gefühl von Ausgrenzung und Einsamkeit
Die Anwendungsgebiete von Cannabis
Für verschreibungspflichtige Indikationen bestehen keine gesetzlichen Vorgaben. Das bedeutet, dass bei schweren Erkrankungen und Therapieversagen nach einer Reihe etablierter Behandlungen Cannabis enthaltende Medikamente gesetzlich verordnet werden können.
Aufgrund gesetzlicher Änderungen sind seit März 2017 neben Fertigarzneimitteln auch standardisierte Cannabisextrakte, getrocknete Cannabisblüten, Dronabinol und Nabiron (ein vollsynthetisches THC-Analogon) verschreibungspflichtig. Das Arzneimittelgesetz verbietet die Verwendung von THC-haltigen Kapseln und Ölen. Sie können als verschreibungspflichtige Medikamente in Form von Tropfen, Kapseln und Inhalationslösungen im Rahmen eines persönlichen Behandlungsversuchs verschrieben und in Apotheken hergestellt werden.
Daten der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) für Marihuana als Arzneimittelverordnung zeigen, dass Schmerzen eine Indikation (auch Krämpfe bei Multipler Sklerose) sind, bis zu 70 %. Weitere 15% sind auf Appetitlosigkeit und Kachexie zurückzuführen.